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Finanzen

Investieren für Anfänger: So gelingt der Einstieg

Ein praktischer Einstieg in Anlageziele, Zeithorizonte, Risiken, gängige Anlageformen, Diversifikation, Kosten und Betrugsprävention.

Von TopicWeekVeröffentlicht am 12 Min. Lesezeit

Eine Person hält ein Buch mit dem Titel Fundamentals of Financial Planning.
In diesem Artikel

Erst verstehen, dann ein Produkt auswählen

Wenn nach den Ausgaben des Monats noch Geld übrig ist, fragen Sie sich vielleicht, ob Sie es sparen oder investieren sollten. Eine Antwort, die für alle passt, gibt es nicht. Investieren bedeutet, Geld in einen Vermögenswert oder ein Finanzinstrument zu geben, um möglicherweise künftig einen Ertrag zu erzielen. Dabei muss man akzeptieren, dass der Wert schwanken und ein Teil oder sogar der gesamte Anlagebetrag verloren gehen kann. Bevor Sie ein Produkt auswählen, überlegen Sie, welchem Zweck das Geld dient, wann Sie es benötigen könnten und welche Risiken Sie tragen können.

Investieren ist weder eine Abkürzung zum Reichtum noch eine feste Verzinsung. Ein Ergebnis kann aus einer Preisänderung, aus Erträgen wie Zinsen oder Dividenden oder aus beidem entstehen; es kann auch negativ ausfallen. Die US-Börsenaufsicht SEC erläutert die Grundlagen auf Investor.gov. Das Informationsangebot eignet sich für allgemeine Konzepte, doch Konten, Steuerbeispiele und Bezüge zu US-Märkten sind nicht überall gültig. Dieser Beitrag macht aus historischen Schätzungen zu US-Aktien keine weltweite Renditeerwartung.

Sparen und Investieren erfüllen unterschiedliche Zwecke

Sparen bedeutet meist, Geld für geplante Ausgaben, kurzfristige Anschaffungen oder Notfälle zurückzulegen und dabei auf die Verfügbarkeit zu achten. Auch ein Sparkonto hat Bedingungen, ist Inflation und Währungsrisiken ausgesetzt und bietet je nach Land und Institut unterschiedliche Schutzmechanismen; nicht alle Konten haben dieselben Garantien. Anlagen schwanken. Möglicherweise müssen Sie mit Verlust verkaufen oder Kosten zahlen, um an das Geld zu kommen. Auch die Liquidität ist unterschiedlich: Manche Vermögenswerte lassen sich leicht verkaufen, bei anderen kann es dauern, es gelten Einschränkungen oder es fallen Ausstiegskosten an.

Geld, das Sie bald für Wohnen, Lebensmittel, Gesundheit, Steuern oder eine andere bekannte Zahlung benötigen, eignet sich möglicherweise nicht für eine Anlage, deren Wert gerade dann gesunken sein könnte, wenn Sie verkaufen müssen. Das bedeutet nicht, dass alle Menschen mit Schulden auf das Investieren verzichten müssen. Vergleichen Sie die vertraglichen Kosten und Bedingungen der Schulden mit einer unsicheren Anlagerendite; berücksichtigen Sie außerdem den Zugang zu Liquidität, die Stabilität des Einkommens und Ihre persönliche Situation. Ein persönliches Budget und ein Notfallfonds können dabei helfen einzuschätzen, ob ein Betrag investiert bleiben kann, ohne notwendige Ausgaben zu gefährden.

Ziele und Anlagehorizont festlegen

Halten Sie für jeden Betrag den Zweck und einen ungefähren Zeitpunkt fest: eine Ausgabe in naher Zukunft, ein Vorhaben in einigen Jahren oder ein weiter entferntes Ziel. Der Anlagehorizont ist der Zeitraum, bis Sie das Geld voraussichtlich benötigen. Mehr Zeit kann helfen, manche Schwankungen auszusitzen, garantiert aber weder eine Erholung noch einen Gewinn. Wenn Sie das Geld zu einem bestimmten Termin brauchen, kann ein Marktrückgang Sie dazu zwingen, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen.

Liquidität beschreibt, wie einfach und zu welchen Bedingungen ein Vermögenswert in verfügbares Geld umgewandelt werden kann. Auch ein liquider Vermögenswert kann an Wert verlieren: Liquidität ist nicht gleich Sicherheit. Informieren Sie sich vor einer Anlage darüber, wie lange Verkauf und Abwicklung dauern, ob Sperrfristen oder Auszahlungslimits gelten, welche Ausstiegskosten anfallen und wann der betreffende Markt geöffnet ist. Regeln und Schutz für Konten und Finanzinstrumente unterscheiden sich je nach Rechtsordnung.

Eine Hand markiert ein handgezeichnetes Planungsdiagramm in einem Notizbuch.
Ein handgezeichnetes Diagramm zur Geschäftsplanung in einem Notizbuch; die Szene ist illustrativ und zeigt keine Anlageperformance. Foto: Mikael Blomkvist / Pexels-Foto / Pexels-Lizenz; zugeschnitten, skaliert und in WebP umgewandelt.

Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit unterscheiden

Risikobereitschaft beschreibt, wie gut Sie emotional mit Unsicherheit und Wertschwankungen umgehen können. Risikotragfähigkeit bezeichnet, ob Ihre finanzielle Lage Verluste zulässt, ohne notwendige Bedürfnisse, Verpflichtungen oder das Anlageziel zu gefährden. Beides ist nicht dasselbe: Jemand kann starke Kursschwankungen gelassen hinnehmen, das Geld aber schon im nächsten Jahr benötigen. Eine andere Person hat vielleicht einen langen Anlagehorizont, kann sich einen Verlust finanziell jedoch kaum leisten.

Zu möglichen Risiken zählen Marktschwankungen, der Zahlungsausfall eines Emittenten, geringe Liquidität, Konzentration, Inflation und Wechselkurse. Auch Zinsen und Produktbedingungen spielen eine Rolle. Eine geringere Volatilität bedeutet nicht, dass kein Risiko besteht: Ein nominell stabiler Kontostand kann an Kaufkraft verlieren, und ein vertragliches Zahlungsversprechen hängt von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten und den vereinbarten Bedingungen ab.

Aktien: eine Beteiligung an einem Unternehmen

Eine Aktie verbrieft eine Beteiligung an einem Unternehmen. Ihr Kurs kann von Geschäftsergebnissen, Erwartungen, der Wirtschaftslage und den Entscheidungen anderer Marktteilnehmer beeinflusst werden. Manche Unternehmen zahlen Dividenden, können diese aber kürzen, aussetzen oder ganz weglassen. Wer zu einem niedrigeren Preis verkauft als beim Kauf, macht einen Verlust; im Extremfall kann ein Unternehmen scheitern und seine Aktien können fast den gesamten Wert verlieren. Aktienbesitz bedeutet weder Kontrolle über das Unternehmen noch, dass sich frühere Ergebnisse wiederholen.

Ein Portfolio, das sich auf ein Unternehmen konzentriert, hängt besonders stark von dessen Entwicklung ab.

Anleihen: einem Emittenten Geld leihen

Eine Anleihe ist im Allgemeinen ein Schuldinstrument: Ein Emittent nimmt Geld auf, und die Bedingungen können Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Nennbetrags vorsehen, häufig zu einem festgelegten Fälligkeitstermin. Emittenten können Unternehmen, Staaten oder andere Einrichtungen sein. Ihre Zahlungsfähigkeit ist entscheidend; ein Ausfall ist möglich. Auch der Marktpreis einer gehandelten Anleihe kann sich vor der Fälligkeit ändern. Allgemein gilt: Steigen die Marktzinsen, können bestehende Anleihen mit niedrigeren Zahlungen weniger attraktiv werden und an Wert verlieren. Wie stark, hängt unter anderem von Laufzeit, Kupon, Bonität, Währung und Vertragsbedingungen ab.

Eine Anleihe bis zur Fälligkeit zu halten beseitigt weder Ausfall-, Inflations-, Währungs- noch Wiederanlagerisiken. Ein Anleihefonds ist nicht dasselbe wie eine einzelne Anleihe mit einem festen Fälligkeitstermin. Eine Anleihe ist nicht allein deshalb „sicher“, weil ihre Zahlungen festgelegt sind.

Fonds, Indexfonds und ETFs

Ein Fonds bündelt Geld von mehreren Anlegern und hält nach festgelegten Regeln ein Portfolio. Er kann in Aktien, Anleihen oder andere Vermögenswerte investieren. Manche Fonds wählen Anlagen aktiv aus; andere bilden einen Index oder verfolgen eine andere Strategie. Ein Indexfonds soll einen bestimmten Index nachbilden. Die Methoden unterscheiden sich, und nicht jeder Fonds hält zwangsläufig jedes Indexbestandteil exakt in derselben Gewichtung.

Ein börsengehandelter Fonds (ETF) ist eine Fondsstruktur, deren Anteile an einer Börse gehandelt werden. ETFs sind keine eigene Anlageklasse: Sie können Zugang zu Aktien, Anleihen oder anderen Vermögenswerten bieten und aktiv oder passiv verwaltet werden. Manche ETFs sind breit aufgestellt, andere konzentrieren sich auf ein Land, eine Branche, ein Thema oder eine Strategie. Ihre Preise schwanken und können über oder unter dem Nettoinventarwert liegen; Geld-Brief-Spannen und Provisionen können anfallen. Prüfen Sie Bestandteile, Funktionsweise und Kosten. Die Bezeichnung „Fonds“ oder „ETF“ beweist weder Diversifikation noch ein geringes Risiko. Das ETF-Merkblatt der SEC erläutert Merkmale und Risiken im US-Kontext.

Der rekonstruierte historische Handelssaal der Chicago Stock Exchange im Art Institute of Chicago.
Historischer Handelssaal der Chicago Stock Exchange, rekonstruiert im Art Institute of Chicago; als historischer Kontext gezeigt, nicht als heutiger Markt oder aktuelle Datenquelle. Foto: Christian Collins / Wikimedia-Commons-Datei / CC BY-SA 2.0; zugeschnitten, skaliert und in WebP umgewandelt. Diese Bearbeitung wird unter CC BY-SA 2.0 weitergegeben.

Diversifikation und Vermögensaufteilung

Diversifikation verteilt das Engagement auf verschiedene Anlagen, Emittenten, Branchen oder Regionen, damit das Ergebnis nicht vollständig von einer einzigen Position abhängt. Sie kann bestimmte Konzentrationsrisiken verringern, auch wenn mehrere Anlagen gleichzeitig fallen können. Viele verschiedene Instrumente zu halten, reicht nicht aus, wenn sie ähnliche Vermögenswerte enthalten oder auf dieselben Faktoren reagieren.

Die Vermögensaufteilung (Asset Allocation) beschreibt die Verteilung auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Bargeld. Sie hängt von Zielen, Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit sowie von den tatsächlichen Merkmalen der Instrumente ab. Beim Rebalancing wird die Zusammensetzung überprüft und gegebenenfalls wieder an eine gewählte Aufteilung angenähert. Dafür können Transaktionen, Kosten oder steuerliche Folgen im jeweiligen Land entstehen. Die SEC weist darauf hin, dass Fonds und ETFs nicht immer diversifiziert sind, besonders bei einem engen Anlageschwerpunkt: Vermögensaufteilung und Diversifikation. Diversifikation garantiert keine Gewinne und verhindert keine allgemeinen Marktverluste.

Gebühren, Steuern und der tatsächlich verbleibende Betrag

Zu den Gesamtkosten können Kauf- und Verkaufsgebühren, Verwaltungs- und Verwahrkosten, Kontoführungsgebühren, Währungsumrechnung, Geld-Brief-Spannen und Ausstiegskosten gehören. Produkte und Anbieter unterscheiden sich. Prüfen Sie, ob eine Gebühr einmalig oder wiederkehrend ist, wann sie erhoben wird und auf welchen Betrag sie sich bezieht. Laufende Kosten verringern das investiert bleibende Vermögen und können damit auch späteres Wachstum reduzieren. Die SEC erläutert, warum Anleger Gebühren verstehen sollten; ihre Produkte und Beispiele beziehen sich jedoch auf die USA.

Steuern hängen vom Wohnsitz, Kontotyp, Finanzinstrument, den Transaktionen und dem geltenden Recht ab. Verwechseln Sie eine Bruttorendite nicht mit dem Betrag, der nach Gebühren und Steuern verfügbar ist. Informieren Sie sich vor einer Entscheidung bei offiziellen Steuerstellen Ihrer Rechtsordnung oder holen Sie qualifizierte Beratung vor Ort ein.

Hände prüfen ein gedrucktes Formular mit Taschenrechner, Mappen und Laptop.
Eine Person prüft gedruckte Unterlagen mit einem Taschenrechner; sie dienen der Illustration und belegen keine Angaben zu einem Anlageprodukt. Foto: Mikhail Nilov / Pexels-Foto / Pexels-Lizenz; zugeschnitten, skaliert und in WebP umgewandelt.

Anbieter prüfen und das Produkt verstehen

Suchen Sie den genauen rechtlichen Namen des Anbieters im offiziellen Register der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Ort, an dem der Dienst angeboten wird. Prüfen Sie, ob die Zulassung den konkreten Dienst umfasst und die Kontaktdaten übereinstimmen. Betrüger können Namen oder Webseiten zugelassener Unternehmen kopieren. Informieren Sie sich darüber, wie Vermögenswerte verwahrt werden, welche Auszahlungsbedingungen und Beschwerdeverfahren gelten und welcher Schutz im Fall einer Insolvenz des Unternehmens greift. Eine Zulassung verspricht weder steigende Anlagewerte noch einen Ausgleich für Marktverluste. Entschädigungssysteme gibt es, sofern vorgesehen, nur für bestimmte, im jeweiligen Recht festgelegte Ereignisse.

In der EU und im EWR verweist die ESMA Anleger auf Register nationaler Aufsichtsbehörden und erläutert die Reichweite einer Zulassung: ESMA: Ist das Unternehmen zugelassen?. In Spanien empfiehlt die CNMV, Ziele festzulegen, Risiken zu verstehen und ihre Register zu prüfen: Anlageentscheidungen treffen. Im Vereinigten Königreich bietet die FCA den Firm Checker und Hinweise zu Betrugsversuchen. Das sind Beispiele für bestimmte Rechtsordnungen, keine weltweit einheitliche Regel. Lesen Sie die offiziellen Produktinformationen zu Vermögenswerten, Zielen, Risiken, Kosten, Liquidität, Währung und Ausstiegsbedingungen. Dokumente wie das europäische Basisinformationsblatt (KID) gelten unter bestimmten Vorschriften; andere Länder nutzen andere Unterlagen und Bezeichnungen.

Überlegt vor einer Order vorgehen

Eine erste Entscheidung kann mehreren Schritten folgen, ohne eine Kaufempfehlung zu sein: Legen Sie das Ziel und den voraussichtlichen Zeitpunkt fest, zu dem das Geld gebraucht wird; bestimmen Sie, welcher Betrag investiert bleiben könnte, ohne notwendige Ausgaben zu gefährden; prüfen Sie das Instrument und wie es an Wert verlieren könnte; vergleichen Sie Kosten, Währung, Liquidität und einschlägige lokale Steuern; verifizieren Sie den Anbieter anhand eines offiziellen Registers; lesen Sie die Produktunterlagen und informieren Sie sich darüber, wie eine Order eingegeben, ausgeführt und abgerechnet wird. Wenn ein Begriff unklar ist, halten Sie inne. Sie müssen weder investieren noch wegen eines zeitlich begrenzten Angebots sofort handeln.

Überprüfen Sie eine Anlage, wenn sich Ihre finanzielle Situation, Ihr Ziel oder das Produkt ändert. Das heißt nicht, auf jede tägliche Kursschwankung zu reagieren. Eine Strategie kann unpassend werden, wenn sich Bedürfnisse, Anlagehorizont, Kosten oder Risiken ändern. Auch der ursprüngliche Grund, einen Vermögenswert zu halten, kann entfallen.

Regelmäßige Einzahlungen und ein Rechenbeispiel

Manche Menschen zahlen regelmäßig ein, damit die Anlage zu ihrem Einkommen passt. Das kann die Planung der Zahlungsströme erleichtern. Jede Einzahlung bleibt jedoch den Risiken des Vermögenswerts ausgesetzt und kann Transaktionskosten verursachen. Regelmäßige Einzahlungen garantieren weder einen besseren Kaufpreis noch Gewinne oder Schutz vor Verlusten. Regelmäßig zu sparen und regelmäßig zu investieren sind zwei verschiedene Dinge: Bei Letzterem ist das Geld Anlagerisiken ausgesetzt.

Rein hypothetisches Modell: 1.000 Einheiten Anfangskapital, danach 120 Monate lang jeweils 100 Einheiten am Monatsende; angenommene konstante nominale Jahresrendite von 5 %, die im Modell monatlich mit 0,05/12 angesetzt und aufgezinst wird; keine Entnahmen, Gebühren, Steuern oder Inflation. Formel: FV = P(1+i)^n + C[((1+i)^n−1)/i], mit P=1.000, C=100, i=0,05/12 und n=120. Der modellierte Endwert beträgt 17.175,24 Einheiten. Die Einzahlungen summieren sich auf 13.000; das modellierte rechnerische Wachstum beträgt 4.175,24. Die Annahme einer konstanten Rendite beschreibt oder prognostiziert nicht die Rendite einer Aktie, eines Fonds oder eines ETFs. Mehr dazu in unserem Beitrag Wie Zinseszins funktioniert.

Inflation, reale Rendite und Marktrückgänge

Eine nominale Rendite berücksichtigt keine Preisänderungen. Für vergleichbare Zeiträume lautet eine Formel für die reale Rendite: (1 + nominale Rendite) / (1 + Inflationsrate) − 1. Bei hypothetischen Werten von 5 % nominaler Rendite und 3 % Inflation ergibt sich eine reale Rendite von rund 1,94 % vor Kosten und Steuern. Das ist weder eine Prognose noch ein persönliches Ergebnis nach Abzug aller Kosten. Lesen Sie auch unseren Beitrag über Inflation und Kaufkraft.

Nach einem Rückgang ist für die Erholung ein anderer Prozentsatz erforderlich: Fallen 100 Einheiten um 20 %, bleiben 80. Von 80 aus ist ein Anstieg um 25 % nötig, um wieder 100 zu erreichen, vor Kosten. Die Prozentsätze beziehen sich auf unterschiedliche Ausgangswerte. Ein niedrigerer Wert auf einem Auszug kann beim Verkauf zu einem realisierten Verlust werden; das Halten garantiert keine Erholung. Überdenken Sie Ziel, Liquidität und Risiken. Eine automatische Reaktion, die für alle Märkte und Menschen passt, gibt es nicht.

Vereinfachtes Beispiel für laufende Gebühren

Angenommen werden 10.000 Einheiten, eine hypothetische konstante Bruttorendite von 5 % pro Jahr über zehn Jahre sowie keine Einzahlungen, Steuern, Transaktionskosten oder Marktschwankungen. Um allein den Gebührensatz zu veranschaulichen, berechnet das Modell die jährliche Gebühr als Anteil des Kontostands zu Jahresbeginn und zieht sie am Jahresende ab. Bei 0,5 % Gebühr beträgt der Jahresfaktor 1 + 0,05 − 0,005; nach zehn Jahren ergibt sich ein Wert von rund 15.529,69. Bei 0,1 % sind es 16.134,48: in diesem hypothetischen Modell ein Unterschied von rund 605 Einheiten.

Das ist ein mathematisches Beispiel, kein Fondsvergleich und keine Prognose. In der Praxis können Gebühren täglich auf das verwaltete Vermögen, zu einem anderen Zeitpunkt oder zusätzlich zu Transaktions-, Verwahr-, Währungsumtausch- und Ausstiegskosten erhoben werden. Tatsächliche Renditen schwanken; die Steuerregeln hängen vom Land ab. Prüfen Sie die Kosteninformationen des Produkts und das Gebührenverzeichnis des Anbieters.

Häufige Fehler und verdächtige Angebote vermeiden

Zu den typischen Anfängerfehlern gehören: in etwas zu investieren, das man nicht erklären kann; das gesamte Geld auf eine Idee zu konzentrieren; Gebühren oder Ausstiegsbedingungen zu übersehen; Geld zu investieren, das bald benötigt wird; Trends hinterherzulaufen oder frühere Ergebnisse als Versprechen zu verstehen. Hebel können Verluste ebenso wie Gewinne vergrößern und sind keine harmlose Abkürzung. Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Beratung echt ist, nur weil die Webseite professionell aussieht oder den Namen einer Aufsichtsbehörde verwendet.

Seien Sie vorsichtig bei angeblich garantierten hohen Erträgen, Druck zu sofortigen Überweisungen, unerwarteten Kontaktaufnahmen, nicht überprüfbaren Beratern oder Forderungen nach Passwörtern und Einmalcodes. Prüfen Sie Register und offizielle Kontaktwege unabhängig. Die FCA veröffentlicht Warnhinweise für das Vereinigte Königreich; andere Länder haben eigene Aufsichtsbehörden und Meldewege für Betrugsfälle. Geben Sie niemals Passwörter weiter und erlauben Sie einer Person, die Sie kontaktiert hat, nicht den Fernzugriff auf Ihr Gerät. FCA: Schutz vor Betrug (Vereinigtes Königreich).

Häufig gestellte Fragen

  • Was bedeutet Investieren? Geld in einen Vermögenswert zu geben, um möglicherweise eine Rendite zu erzielen und dabei Unsicherheit und mögliche Verluste in Kauf zu nehmen.
  • Worin liegt der Unterschied zwischen Sparen und Investieren? Beim Sparen wird Geld für eine spätere Verwendung zurückgelegt; beim Investieren ist es Risiken und unsicheren Erträgen ausgesetzt.
  • Kann ich mit einem kleinen Betrag anfangen? Das hängt vom örtlichen Angebot, Mindestbeträgen und Kosten ab. Ein kleiner Betrag macht ein Finanzinstrument weder passend noch sicher.
  • Was sollte ich vor dem Investieren prüfen? Ziele, Anlagehorizont, Liquiditätsbedarf, Instrument, Kosten und Risiken sowie die Zulassung des Anbieters.
  • Kann ich das gesamte investierte Geld verlieren? Bei manchen Instrumenten kann ein großer Teil oder der gesamte Wert verloren gehen; das hängt von den Merkmalen und Umständen ab.
  • Ist jeder ETF diversifiziert? Nein. Ein ETF kann sich auf eine Branche, ein Land oder ein anderes enges Anlagesegment konzentrieren.
  • Verhindert Diversifikation Verluste? Nein. Sie kann bestimmte Konzentrationsrisiken verringern, beseitigt aber nicht das Risiko allgemeiner Marktverluste.
  • Garantiert ein zugelassener Finanzdienstleister mein Kapital? Nein. Eine Zulassung beseitigt kein Marktrisiko. Ein möglicher Schutz hängt von örtlichen Regeln und genau festgelegten Ereignissen ab.
  • Garantiert langfristiges Investieren Gewinne? Nein. Ein langer Anlagehorizont garantiert weder eine Erholung noch eine positive Rendite.
  • Was soll ich tun, wenn ich ein Produkt nicht verstehe? Handeln Sie nicht überstürzt. Lesen Sie die Unterlagen und suchen Sie unabhängige Informationen oder qualifizierte Hilfe, die für Ihre Rechtsordnung geeignet ist.

Verstehen, bevor Sie Geld einsetzen

Beginnen Sie mit Ihren Zielen und Bedürfnissen, nicht mit einer Plattform oder einem Renditeversprechen. Berücksichtigen Sie Anlagehorizont, Liquidität, Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit; prüfen Sie, was das Instrument hält und welche Kosten entstehen. Diversifikation kann bestimmte Risiken mindern, aber Verluste nicht ausschließen. Prüfen Sie den Anbieter bei der zuständigen offiziellen Stelle und denken Sie daran, dass eine Zulassung eine Anlage weder sicher noch rentabel macht. Wenn Informationen unklar sind, halten Sie inne und überprüfen Sie sie, bevor Sie entscheiden.