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Zuhause

Weihnachtsessen: 5 komplette Menüs – einfach und günstig

Fünf komplette Weihnachtsmenüs (klassisch, günstig, vegetarisch, ohne Backofen und zum Vorbereiten), eines davon ausgearbeitet für sechs Personen mit Rezepten, Zeitplan, Einkaufsliste, Allergenen und Lebensmittelsicherheit.

Von TopicWeekVeröffentlicht am 24 Min. Lesezeit

Ganzes Brathähnchen in einer Glasform mit roter Zwiebel, Karotten, Kartoffeln, Zitronenscheiben und Granatapfel auf einem Weihnachtstisch mit Tannenzweigen.
Tim Douglas / Pexels · Pexels License · cropped and converted to WebP
In diesem Artikel

Ein gutes Weihnachtsmenü ist nicht das längste, sondern das, das zu den Gästen am Tisch, zum Budget und zur eigenen Küche passt. Dieser Ratgeber stellt fünf komplette Menüs vor – klassisch, günstig, vegetarisch, ohne Backofen und fast vollständig am Vortag zubereitet – und arbeitet eines davon für sechs Personen aus, mit Rezepten, Zeitplan und Einkaufsliste. Es passt für Heiligabend, das Mittagessen am ersten Weihnachtsfeiertag oder ein Silvesteressen.

So wählen Sie Ihr Weihnachtsmenü

Die Entscheidungen, die ein Menü am stärksten prägen, fallen, bevor man an Rezepte denkt. Gehen Sie diese Liste rechtzeitig durch, am besten eine Woche vorher:

  • Zahl der Gäste: Zählen Sie Erwachsene und Kinder getrennt; Kinder essen meist weniger und mögen einfache Gerichte.
  • Allergien und Unverträglichkeiten: Fragen Sie jeden Gast direkt, statt etwas anzunehmen. Eine Allergie verändert Zutaten, Utensilien und Arbeitsweise.
  • Ernährungsweisen: Klären Sie, ob jemand vegetarisch (kein Fleisch und kein Fisch) oder vegan (gar keine tierischen Produkte, also auch keine Milchprodukte, Eier oder Honig) isst oder bestimmte Lebensmittel aus religiösen, kulturellen oder gesundheitlichen Gründen meidet.
  • Verfügbare Zeit: Unterscheiden Sie aktive Arbeitszeit von Back- oder Schmorzeit, in der Sie anderes erledigen können.
  • Küchenausstattung: wie viele Kochstellen, ob es einen Backofen gibt und wie groß er ist, wie viele große Töpfe und Formen Sie haben und ob ein Küchenthermometer vorhanden ist.
  • Platz in Kühlschrank und Gefriertruhe: An Weihnachten wird es dort oft eng; planen Sie, was wohin kommt.

Die fünf Menüs im Überblick

Jedes Menü hat Vorspeise, Hauptgericht, Beilage und Dessert, dazu Alternativen. Die Schwierigkeitsgrade sind Richtwerte und hängen von Ihrer Erfahrung ab:

  • Menü 1, klassisch und familiär: Kürbis-Karotten-Suppe, Brathähnchen mit Zitrone und Kräutern, Ofenkartoffeln mit Gemüse und Birnen in Orangensirup. Mittlerer Schwierigkeitsgrad. Dieses Menü ist für sechs Personen ausgearbeitet.
  • Menü 2, günstig: Hummus mit Rohkost, Hähnchenkeulen aus dem Ofen mit Zwiebeln, Rotkohl-Apfel-Salat und Milchreis. Einfach.
  • Menü 3, vegetarisch: Rote-Bete-Salat mit Käse und Walnüssen, mit Reis und Kichererbsen gefüllter Kürbis, gebratene grüne Bohnen und Apfel-Crumble. Mittlerer Schwierigkeitsgrad, mit veganer Variante.
  • Menü 4, ohne Backofen: Fenchel-Apfel-Salat, Hähnchenoberschenkel in Pilzsauce aus der Pfanne, Couscous mit Gemüse und Joghurt im Glas mit Kompott. Einfach.
  • Menü 5, zum Vorbereiten: Linsensalat, Rinderragout, frisch gemachtes Kartoffelpüree und Panna cotta. Mittlerer Schwierigkeitsgrad; fast alles wird am Vortag zubereitet.

Menü 1: klassisches Weihnachtsessen für die Familie

Ein Menü, das an vielen Tischen vertraut ist, ohne teure Zutaten oder schwierige Techniken. Hähnchen ist leichter zu bekommen und einfacher zu handhaben als eine ganze Pute oder Gans; hat in Ihrer Familie ein anderes Gericht Tradition, tauschen Sie einfach das Hauptgericht.

  • Vorspeise: Kürbis-Karotten-Suppe.
  • Hauptgericht: Brathähnchen mit Zitrone, Knoblauch und Kräutern.
  • Beilage: Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln aus dem Ofen, wahlweise mit Rosenkohl.
  • Dessert: in Orangensaft mit Zimt pochierte Birnen.
  • Alternativen: Pute oder Putenbrust statt Hähnchen (siehe den Abschnitt zur Sicherheit beim Auftauen und zu Temperaturen); eine saisonale Gemüsesuppe statt Kürbis; für vegetarische Gäste der gefüllte Kürbis aus Menü 3.
  • Schwierigkeit: mittel. Kein Rezept ist schwierig, aber am Festtag überschneiden sich Backofen, Ruhezeit des Bratens und das Aufwärmen der Suppe.
  • Grundplan: Suppe und Birnen werden am Vortag zubereitet; am Festtag werden nur Hähnchen und Gemüse gebraten.
  • Allergene prüfen: Gekaufte Brühe kann Sellerie oder Gluten enthalten; Croûtons enthalten Gluten; Sahne oder Joghurt zum Servieren enthalten Milch.
  • Damit nichts schiefgeht: Prüfen Sie vorher, was gleichzeitig in Ihren Ofen passt (die Rezepte erklären, wie Sie es organisieren), und legen Sie ein Küchenthermometer bereit.

Klassisches Menü für sechs Personen: Rezepte Schritt für Schritt

Diese Rezepte sind ein redaktioneller Vorschlag auf Grundlage üblicher Kochtechniken und der Sicherheitstemperaturen, die Lebensmittelbehörden veröffentlichen; TopicWeek hat sie weder gekocht noch fotografiert. Die Zeiten sind Richtwerte: Sie hängen von der Größe der Stücke, vom Ofen und von der Form ab. Die Ofentemperaturen gelten für Ober- und Unterhitze; bei Umluft beachten Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers. Löffelangaben sind Esslöffel.

Kürbis-Karotten-Suppe

6 Portionen. Arbeitszeit: etwa 20 Minuten; Garzeit: etwa 30 Minuten. Ausstattung: großer Topf mit Deckel und Stabmixer oder Standmixer. Lässt sich am Vortag zubereiten.

  • 1 kg Kürbis, geschält und entkernt (Nettogewicht)
  • 300 g Karotten
  • 1 mittelgroße Zwiebel (etwa 150 g)
  • 1 mittelgroße Kartoffel (etwa 200 g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe oder Wasser
  • Salz und Pfeffer; Muskatnuss (nach Belieben)
  • Zum Servieren (nach Belieben): geröstete Kürbiskerne oder Croûtons
  1. Kürbis, Karotten, Zwiebel und Kartoffel schälen und in etwa gleich große Stücke von rund 3 cm schneiden, damit alles gleichzeitig gar wird.
  2. Das Öl im Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze 5 bis 8 Minuten dünsten, bis sie weich und glasig ist, ohne zu bräunen.
  3. Kürbis, Karotte, Kartoffel und Brühe zugeben. Aufkochen, die Hitze reduzieren, zudecken und etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis sich die Karotte leicht mit der Gabel zerdrücken lässt.
  4. Fein pürieren. Vorsicht: Heiße Flüssigkeit spritzt; einen Standmixer höchstens zur Hälfte füllen.
  5. Abschmecken und Salz, Pfeffer und Muskat anpassen. Ist die Suppe zu dick, etwas heiße Brühe oder heißes Wasser zugeben.
  6. Wenn Sie die Suppe am Vortag kochen, verteilen Sie sie auf flache Behälter und stellen sie abgedeckt innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank. Vor dem Servieren aufkochen.
Schale orangefarbene Kürbissuppe mit Croûtons, Kürbiskernen und etwas Sahne, daneben ein rotes Tuch und Brot.
Kürbissuppe mit Croûtons und Kernen; Sahne und Brot sind optional und bringen Milch und Gluten mit. Foto: Smitha Nittur / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Brathähnchen mit Zitrone, Knoblauch und Kräutern

6 Portionen. Arbeitszeit: etwa 20 Minuten; Backofen: rund 1 Std. 15 Min. bis 1 Std. 30 Min., dazu 10 bis 15 Minuten Ruhezeit. Ausstattung: Backofen, ein großer Bräter, in dem beide Hähnchen Platz haben, ohne sich zu berühren (oder zwei Formen), und ein Küchenthermometer.

  • 2 ganze Hähnchen von je etwa 1,5 kg (zwischen 1,4 und 1,8 kg), ungefüllt
  • 2 Zitronen
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 3 EL Olivenöl
  • Rosmarin und Thymian, frisch oder getrocknet
  • Salz und Pfeffer
  1. Tiefgekühlte Hähnchen im Kühlschrank auftauen, in einem Behälter im untersten Fach, mit mindestens einem Tag Vorlauf (mehr dazu im Abschnitt zur Lebensmittelsicherheit). Vor dem Garen prüfen, dass nichts mehr gefroren ist.
  2. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Tabelle von FoodSafety.gov für ganze Hähnchen nennt 350 °F, also etwa 177 °C.
  3. Die Hähnchen nicht waschen: Das Wasser verteilt Keime im Spülbecken und auf der Arbeitsfläche. Mit Küchenpapier trocken tupfen, das Papier wegwerfen und die Hände mit Wasser und Seife waschen.
  4. Die Hähnchen mit Öl, Salz, Pfeffer und Kräutern einreiben. In jedes eine halbe Zitrone und einige Knoblauchzehen stecken, den Rest von Zitrone und Knoblauch rundherum verteilen. Mit der Brust nach oben und mit etwas Abstand zueinander in die Form legen, damit die Hitze zirkulieren kann.
  5. Auf mittlerer Schiene braten. Als Richtwert nennt FoodSafety.gov 1 Std. 15 Min. bis 1 Std. 30 Min. für ungefüllte ganze Hähnchen von 1,4 bis 1,8 kg; mit zwei Hähnchen und einem Gemüseblech gleichzeitig oder in einem Ofen, der weniger heiß wird, kann es länger dauern.
  6. Etwa 15 Minuten vor dem erwarteten Ende mit dem Messen beginnen, bei jedem Hähnchen einzeln: Das Thermometer muss an der dicksten Stelle der Brust und im Inneren von Keule und Flügel mindestens 74 °C (besser 75 °C) anzeigen, ohne den Knochen zu berühren. Ist eines noch nicht so weit, weiterbraten und alle 10 bis 15 Minuten erneut messen; das fertige kann abgedeckt warten.
  7. Die Hähnchen 10 bis 15 Minuten locker mit Alufolie abgedeckt ruhen lassen und auf einem sauberen Brett mit Utensilien tranchieren, die kein rohes Fleisch berührt haben.
Eine Hand begießt mit einem Löffel ein ganzes Brathähnchen in einer Glasform mit Zucchini, Kartoffel und Karotte auf einem Küchenherd.
Das Begießen mit Bratensaft hilft beim Bräunen, ob das Hähnchen gar ist, zeigt aber nur das Thermometer. Das Foto zeigt ein anderes Hausrezept, nicht das aus diesem Ratgeber. Foto: Lionel Ntasano / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Ofenkartoffeln mit Gemüse

6 Portionen. Arbeitszeit: etwa 20 Minuten; Backofen: 45 bis 60 Minuten. Ausstattung: ein oder zwei Backbleche.

  • 1,2 kg Kartoffeln
  • 500 g Karotten
  • 2 rote Zwiebeln
  • 400 g Rosenkohl (nach Belieben; Brokkoli geht auch)
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und Rosmarin oder Thymian
  1. Die Kartoffeln waschen und in 3 bis 4 cm große Stücke schneiden; die Karotten schälen und in Stifte schneiden; die Zwiebeln in Spalten und den Rosenkohl halbieren.
  2. Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln mit 3 EL Öl, Salz, Pfeffer und Kräutern mischen und in einer einzigen Lage verteilen. Liegt alles zu dicht, zwei Bleche nehmen: So bräunt das Gemüse, statt zu dämpfen.
  3. Bei derselben Temperatur wie das Hähnchen auf einer anderen Schiene 45 bis 60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit wenden und bei zwei Blechen die Schienen tauschen. Das Gemüse ist fertig, wenn es beim Anstechen weich und an den Rändern goldbraun ist.
  4. Den Rosenkohl mit dem restlichen EL Öl und etwas Salz vermengt für die letzten 25 bis 30 Minuten dazugeben.
  5. Passen Hähnchen und Gemüse nicht gleichzeitig in Ihren Ofen, das Gemüse vor den Hähnchen backen, abgedeckt beiseitestellen und während der Ruhezeit der Hähnchen wieder in den Ofen schieben, bis es richtig heiß ist. Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; dauert es länger, in den Kühlschrank stellen.
Weiße rechteckige Form mit halbierten Kartoffeln und kleinen gerösteten Karotten, an den Rändern goldbraun.
Kartoffeln und Karotten in einer Lage geröstet; liegen sie zu dicht, werden sie weich statt knusprig. Foto: Alexy Almond / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Birnen in Orangen-Zimt-Sirup

6 Portionen. Arbeitszeit: etwa 15 Minuten; Garzeit: insgesamt 25 bis 45 Minuten. Ausstattung: mittelgroßer Topf mit Deckel, in dem die Birnen dicht nebeneinander stehen. Lässt sich am Vortag zubereiten.

  • 6 feste, nicht zu reife Birnen
  • 500 ml Orangensaft (von etwa 5 oder 6 Orangen oder gekauft ohne Zuckerzusatz)
  • 250 ml Wasser
  • 2 EL Zucker (nach Belieben, je nachdem, wie süß der Saft ist)
  • 1 Zimtstange und 3 Gewürznelken (nach Belieben)
  • Schale von 1 Orange, ohne die weiße Haut
  • Zum Servieren (nach Belieben): Naturjoghurt oder Sahne
  1. Die Birnen schälen, dabei den Stiel dranlassen, und unten eine dünne Scheibe abschneiden, damit sie stehen.
  2. Saft, Wasser, Zucker, Zimt, Nelken und Orangenschale in den Topf geben und erhitzen, bis es zu kochen beginnt.
  3. Die Birnen hineinstellen, zudecken und bei schwacher Hitze 15 bis 30 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich drehen, bis ein Messer ohne Widerstand hineingleitet. Die Zeit hängt von Sorte und Reife ab.
  4. Die Birnen herausnehmen und die Flüssigkeit ohne Deckel noch 10 bis 15 Minuten einkochen, bis sie leicht eindickt und ein dünner Sirup entsteht. Zimt, Nelken und Schale entfernen.
  5. Lauwarm oder kalt mit dem Sirup servieren. Am Vortag zubereitete Birnen mit Sirup bedeckt in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Drei ganze pochierte Birnen, geschält und mit Stiel, stehend auf einem weißen Teller mit Sirup, daneben zwei Teelöffel.
Ganze pochierte Birnen: Sie sind fertig, wenn ein Messer ohne Widerstand hineingleitet. Foto: figen kokol / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Menü 2: günstiges Weihnachtsessen

Dieses Menü setzt auf Zutaten, die auf vielen Märkten meist erschwinglich sind – Hülsenfrüchte, Hähnchenteile mit Knochen, Kohl, Äpfel, Reis und Milch –, doch die Preise unterscheiden sich stark je nach Land und Jahr: Vergleichen Sie vor dem Einkauf und ersetzen Sie, was bei Ihnen teuer ist. Sparen lässt sich auch, indem man Zutaten für mehrere Gerichte nutzt und passende Mengen kocht. Wenn Sie ein Ausgabenlimit festlegen möchten, hilft unser Ratgeber, ein persönliches Budget von Grund auf zu erstellen.

  • Vorspeise: Hummus aus gekochten Kichererbsen mit Zitrone, Knoblauch, Öl und Kreuzkümmel, dazu Karotten- und Gurkensticks und geröstetes Brot.
  • Hauptgericht: Hähnchenkeulen oder -oberschenkel mit Knochen, auf Zwiebeln und Kartoffeln mit Zitrone und Knoblauch im Ofen gebraten. Für 6 Personen etwa 12 Stück, auf einem großen Blech oder auf zwei, wenn sie nicht in eine Lage passen.
  • Beilage: Salat aus geraspeltem Rotkohl und Apfel mit Vinaigrette.
  • Dessert: Milchreis mit Zimt und Zitronenschale, am Morgen gekocht und kalt serviert.
  • Alternativen: Putenkeulen statt Hähnchen; Linsen statt Kichererbsen; Karottensalat, wenn es keinen Kohl gibt; Obst der Saison statt Milchreis.
  • Schwierigkeit: einfach. Das Hauptgericht gart auf einem großen Blech (oder zwei), alles andere wird vorbereitet.
  • Grundplan: den Hummus am Vortag; den Milchreis am Morgen des Festtags, weil gekochter Reis nicht länger als 24 Stunden aufbewahrt werden sollte (siehe den Abschnitt zu Resten); den Rotkohlsalat einige Stunden vorher und das Hähnchen zuletzt. Auch Keulen mit Knochen müssen in Knochennähe 74–75 °C erreichen, ohne dass das Thermometer den Knochen berührt.
  • Wichtige Zutaten: Kichererbsen (getrocknet oder aus der Dose), Hähnchenteile mit Knochen, Kartoffeln, Zwiebeln, Rotkohl, Äpfel, Milchreis und Milch.
  • Allergene prüfen: Tahin im Hummus ist Sesam; Brot enthält Gluten; die Vinaigrette kann Senf enthalten; Milchreis enthält Milch (für eine laktosefreie oder vegane Version einen Pflanzendrink verwenden und das Etikett prüfen).
  • Damit nichts schiefgeht: Kaufen Sie nichts „für alle Fälle“; mit einer festen Liste spart ein Gericht weniger oft mehr als eine billigere Marke.
Gewürzte, goldbraune Hähnchenkeulen auf einem Metallblech im Backofen.
Hähnchenteile mit Knochen garen in einer Lage; am Knochen dauert es am längsten, bis eine sichere Temperatur erreicht ist. Foto: Kamil Čičila / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.
Tiefer Teller mit cremigem Milchreis, belegt mit roten Johannisbeeren.
Milchreis mit roten Beeren: ein günstiges Dessert, das kalt serviert wird; wie jeder gekochte Reis wird er schnell abgekühlt und innerhalb von 24 Stunden gegessen. Foto: Markus Spiske / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Menü 3: vegetarisches Weihnachtsessen

Ein Menü ohne Fleisch und Fisch, bei dem niemand ein Hauptgericht vermisst: Der gefüllte Kürbis macht etwas her und enthält Hülsenfrüchte und Getreide, die satt machen. So, wie es hier steht, ist es vegetarisch, sofern der Käse ohne tierisches Lab hergestellt ist (manche traditionellen Käse enthalten es: Etikett prüfen); für eine vegane Version müssen mehrere Zutaten getauscht werden, wie unten erklärt. Ein pflanzliches Menü ist nicht automatisch frei von Allergenen.

  • Vorspeise: Salat aus gerösteter oder gekochter Roter Bete mit Ziegenkäse oder Feta, Walnüssen, zarten Salatblättern und Orangen-Vinaigrette.
  • Hauptgericht: kleiner Kürbis aus dem Ofen, gefüllt mit Reis, Kichererbsen, Zwiebel, getrockneten Cranberrys oder Rosinen und gehackten Mandeln. Für 6 Personen 3 kleine Kürbisse (je eine Hälfte pro Person) oder ein großer zum Portionieren.
  • Beilage: grüne Bohnen, mit Knoblauch und Zitronenabrieb gebraten.
  • Dessert: Apfel-Zimt-Crumble aus einer Auflaufform.
  • Alternativen: Linsen statt Kichererbsen; Quinoa statt Reis; Birne statt Apfel im Crumble.
  • Schwierigkeit: mittel. Der Kürbis braucht recht lange im Ofen; er ist fertig, wenn ein Messer leicht durch das Fruchtfleisch gleitet, und die Zeit hängt von der Größe ab.
  • Grundplan: Gemüse und Kichererbsen für die Füllung sowie die Streusel am Vortag; den Reis für die Füllung besser am Festtag kochen; Rote Bete kann man vorgegart kaufen. Am Festtag Kürbis und Crumble backen und die Bohnen braten.
  • Wichtige Zutaten: kleine Kürbisse, Reis, gekochte Kichererbsen, Rote Bete, Käse, Walnüsse, grüne Bohnen, Äpfel, Mehl und Butter.
  • Allergene prüfen: Milch (Käse, Butter), Schalenfrüchte (Walnüsse, Mandeln), Gluten (Mehl im Crumble) und, wenn Sie gekaufte Brühe für den Reis nehmen, Sellerie oder Gluten.
  • Damit nichts schiefgeht: Einen großen Kürbis vor dem Füllen vorgaren, damit Fruchtfleisch und Füllung gleichzeitig fertig sind; passt der Crumble nicht zusammen mit dem Kürbis in den Ofen, ihn vorher oder während des Hauptgangs backen.

Vegane Variante: Den Käse im Salat weglassen oder durch eine pflanzliche Alternative ersetzen und, falls zusätzlich eine Schalenfrüchteallergie besteht, Walnüsse und Mandeln gegen geröstete Kürbiskerne tauschen. Für den Crumble Öl oder pflanzliche Margarine statt Butter verwenden und das Etikett lesen: Manche Margarinen enthalten Milchbestandteile. Prüfen Sie auch, dass die Brühe keine tierischen Zutaten enthält, und süßen Sie nicht mit Honig. Auch eine vegane Version garantiert keine Allergenfreiheit: Sie kann Schalenfrüchte, Soja, Sesam oder Gluten enthalten.

Salat aus geraspelter Roter Bete mit zerbröckeltem Käse, Walnüssen und Erbsensprossen in einem weißen tiefen Teller.
Rote Bete, Ziegenkäse und Walnüsse: eine vegetarische Vorspeise mit Milch und Schalenfrüchten. Foto: Vladimír Sládek / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.
Kleiner gebackener Kürbis, geöffnet und mit Reis, Cranberrys und Nüssen gefüllt, in einer Schale auf einem Holzbrett; eine Hand hält den Deckel.
Mit Reis und Trockenfrüchten gefüllter Kürbis; laut Bildbeschreibung ist es Ghapama, ein traditionelles armenisches Gericht. Er dient als optischer Anhaltspunkt für das Hauptgericht von Menü 3, nicht als genaues Rezept. Foto: RDNE Stock project / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Menü 4: Weihnachtsessen ohne Backofen

Für kleine Küchen, Wohnungen ohne Backofen oder wenn der Ofen schon belegt ist. Alles gelingt mit zwei Kochstellen, einer großen, tiefen Pfanne mit Deckel, einem mittelgroßen Topf mit Deckel und dem Kühlschrank; ein Slow Cooker oder eine Mikrowelle können helfen, sind aber nicht nötig.

  • Vorspeise: Salat aus fein gehobeltem Fenchel und Apfel mit getrockneten Cranberrys, Mandelblättchen und Zitrus-Vinaigrette. Ganz ohne Kochen.
  • Hauptgericht: Hähnchenoberschenkel, in der Pfanne angebraten und zugedeckt bei schwacher Hitze in einer Sauce aus Pilzen, Zwiebel und Brühe fertig gegart. Für 6 Personen etwa 12 Oberschenkel.
  • Beilage: Couscous mit Gemüse (Zucchini, Paprika und Zwiebel): das Gemüse im Topf anbraten, Wasser oder Brühe zugeben und, sobald es kocht, den Topf vom Herd nehmen, den Couscous einrühren und zugedeckt einige Minuten quellen lassen.
  • Dessert: Joghurt im Glas mit Beerenkompott, am Vortag im selben Topf gekocht, und zerbröselten Keksen.
  • Alternativen: für vegetarische Gäste dieselbe Sauce mit Pilzen, Kichererbsen und Gemüsebrühe; Quinoa oder Reis statt Couscous, wenn jemand kein Gluten verträgt.
  • Schwierigkeit: einfach. Heikel ist nur das Hähnchen: auf der Hautseite gut anbraten, die Pfanne zudecken und an der dicksten Stelle die Temperatur messen (74–75 °C).
  • Grundplan: Kompott und Vinaigrette am Vortag. Am Festtag mit dem Hähnchen mindestens eine Stunde vor dem Servieren beginnen, denn das Anbraten in Portionen und das Fertiggaren in der Sauce brauchen Zeit; währenddessen den Couscous auf der zweiten Kochstelle zubereiten und den Salat zuletzt, damit der Apfel nicht braun wird.
  • Wichtige Zutaten: Fenchel, Äpfel, Hähnchenoberschenkel, Pilze, Couscous, Gemüse zum Braten, Naturjoghurt und tiefgekühlte Beeren.
  • Allergene prüfen: Schalenfrüchte (Mandeln), Gluten (Couscous und Kekse), Milch (Joghurt und, falls verwendet, Sahne in der Sauce) sowie Sellerie oder Gluten in gekaufter Brühe.
  • Damit nichts schiefgeht: Die Pfanne nicht überfüllen: die Oberschenkel in zwei Portionen anbraten und dann alle zusammen zugedeckt in der Sauce fertig garen, nach der Hälfte der Zeit wenden. Die Temperatur bei mehreren Oberschenkeln messen, nicht nur bei einem.
Teller mit fein gehobeltem Fenchel-Apfel-Salat, getrockneten Cranberrys, Mandelblättchen und Dill, daneben eine Gabel.
Fenchel, Apfel, Cranberrys und Mandeln: eine frische Vorspeise ganz ohne Herd. Foto: eat kubba / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.
Hähnchenoberschenkel mit goldbrauner Haut in einer großen Pfanne auf dem Herd.
Oberschenkel, auf der Hautseite gebräunt, bevor sie zugedeckt in der Sauce fertig garen. Foto: FOX / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.
Glas mit Schichten aus violettem Kompott und Joghurt, belegt mit Brombeeren, neben einer weißen Vase.
Joghurt im Glas mit Brombeeren als optischer Anhaltspunkt für das Dessert; in Menü 4 wird er mit Beerenkompott und zerbröselten Keksen geschichtet, die Gluten mitbringen. Foto: Nicola Barts / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Menü 5: Weihnachtsessen zum Vorbereiten

Gedacht, um mit aufgeräumter Küche am Tisch zu sitzen. Schmorgerichte halten sich meist gut bis zum nächsten Tag, aber nicht jedes Gericht wird durch Aufwärmen besser: Püree, Frittiertes und angemachte Blattsalate gelingen frisch am besten.

  • Vorspeise: Salat aus gekochten Linsen mit gerösteter Paprika, roter Zwiebel, Petersilie und Vinaigrette. Am Vortag zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt.
  • Hauptgericht: Rinderragout mit Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Brühe, langsam geschmort, bis das Fleisch zart ist. Am Vortag zubereitet.
  • Beilage: frisch gemachtes Kartoffelpüree; das Einzige, was man für den Schluss aufheben sollte.
  • Dessert: Panna cotta mit Orangenkompott, die mehrere Stunden im Kühlschrank fest werden muss.
  • Alternativen: Pilz-Kichererbsen-Eintopf für vegetarische Gäste; Reis statt Püree; Kompott statt Panna cotta.
  • Schwierigkeit: mittel. Das Ragout ist nicht schwierig, aber die Garzeit hängt vom Fleischstück ab: Es ist fertig, wenn das Fleisch mit der Gabel zerfällt, nicht zu einer festen Uhrzeit.
  • Grundplan: am Vortag Ragout, Linsensalat und Panna cotta. Das Ragout auf flache Behälter verteilt abkühlen lassen und innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Am Festtag aufkochen, bis es durch und durch sehr heiß ist, und das Püree zubereiten.
  • Wichtige Zutaten: Rindfleisch zum Schmoren, Karotten, Linsen, Kartoffeln, Sahne, Milch, Zucker und Gelatine.
  • Allergene prüfen: Milch (Püree, Panna cotta), Sellerie und Gluten in Brühe oder Mehl, falls Sie die Sauce binden, und Sulfite, wenn Sie Wein zugeben.
  • Damit nichts schiefgeht: Gelatine ist tierischen Ursprungs. Für eine vegetarische Panna cotta ein Rezept verwenden, das für Agar-Agar geschrieben ist: Es wird nicht in derselben Menge wie Gelatine verwendet, muss aufgekocht werden, damit es geliert, und ergibt eine festere Konsistenz.
Aluminiumtopf mit angebratenen Fleischstücken auf einer Herdplatte.
Fleischstücke im Topf als optischer Anhaltspunkt: Das Ragout aus Menü 5 schmort anschließend langsam in Brühe und wird, wenn es am Vortag gekocht wird, in flachen Behältern abgekühlt. Foto: Caleb Oquendo / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.
Gestürzte weiße Panna cotta auf einem Teller auf einem gestreiften Tuch, daneben ein Kännchen Karamell und ein Schälchen Minze.
Panna cotta wird am Vortag zubereitet, weil sie Stunden zum Festwerden braucht; sie enthält Milch und Gelatine, die tierischen Ursprungs ist. Foto: Eric Melo / Pexels · Pexels-Lizenz · zugeschnitten und in WebP umgewandelt.

Zeitplan für das Menü für sechs Personen

Dieser Plan gilt für Menü 1 und lässt sich leicht auf die anderen übertragen. Er nennt keine Uhrzeiten, sondern ordnet die Aufgaben nach der Dauer der einzelnen Rezepte, rückwärts gerechnet vom Servieren. Wenn Sie auch den Tisch gestalten, finden Sie in unserem Ratgeber zum Weihnachtstisch dekorieren Ideen mit Dingen, die Sie schon zu Hause haben.

Zwei bis drei Tage vorher

  • Gästezahl, Allergien und Ernährungsweisen bestätigen und das Menü festlegen.
  • Vorräte prüfen und die Einkaufsliste schreiben; zuerst das Haltbare kaufen.
  • Platz im Kühlschrank schaffen: Food Standards Scotland weist darauf hin, dass sich ein sehr voller Kühlschrank erwärmen kann, und empfiehlt 0 bis 5 °C; ein Kühlschrankthermometer hilft beim Prüfen.
  • Tiefgekühlte Hähnchen in einem Behälter ins unterste Kühlschrankfach legen, damit sie genug Zeit zum Auftauen haben.
  • Prüfen, ob Küchenthermometer, Mixer, passende Formen und Alufolie vorhanden sind.

Am Vortag

  • Die Kürbissuppe kochen, in flachen Behältern abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.
  • Die Birnen pochieren und mit Sirup bedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
  • Karotten und Zwiebeln für das Ofengemüse schälen und schneiden und abgedeckt kühlen; die Kartoffeln besser erst am Festtag schneiden.
  • Prüfen, ob die Hähnchen vollständig aufgetaut sind, und die Mischung aus Öl, Knoblauch und Kräutern vorbereiten.
  • Mit den leeren Formen testen, ob sie gleichzeitig in den Ofen passen, auf zwei Schienen und mit Platz, damit die Luft zirkulieren kann; falls nicht, entscheiden, was zuerst hineinkommt.

Am Festtag

  1. Etwa zwei Stunden vor dem Servieren den Ofen vorheizen, die Hähnchen vorbereiten und danach Hände und Utensilien gründlich waschen.
  2. Die Hähnchen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben; Kartoffeln schneiden und das Gemüseblech vorbereiten.
  3. Wenn die Hähnchen noch etwa eine Stunde brauchen, das Gemüse auf einer anderen Schiene in den Ofen geben; den Rosenkohl für die letzten 25 bis 30 Minuten. Passt nicht alles hinein, der Alternative im Gemüserezept folgen.
  4. Etwa 15 Minuten vor dem geplanten Ende die Temperatur jedes Hähnchens messen; bei 74–75 °C herausnehmen und abgedeckt ruhen lassen.
  5. Währenddessen die Suppe aufkochen und die Birnen aus dem Kühlschrank nehmen, wenn Sie sie lauwarm servieren möchten.
  6. Die Hähnchen auf einem sauberen Brett tranchieren und servieren. Die Schüsseln nicht stundenlang auf dem Tisch stehen lassen: Reste innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Einkaufsliste für das Menü für sechs Personen

Gesamtmengen für die vier Rezepte von Menü 1. Streichen Sie, was Sie schon haben; kaufen Sie einen ganzen Kürbis, verliert er durch Schale und Kerne an Gewicht.

  • Obst und Gemüse: 1 kg Kürbis netto (mehr, wenn ganz gekauft), 800 g Karotten, 1 mittelgroße Zwiebel und 2 rote Zwiebeln, 1,4 kg Kartoffeln, 400 g Rosenkohl (nach Belieben), 2 Zitronen, 1 Knolle Knoblauch, 6 feste Birnen und Orangen für 500 ml Saft plus eine für die Schale (oder gekaufter Saft ohne Zuckerzusatz).
  • Fleisch: 2 ganze Hähnchen von 1,4 bis 1,8 kg.
  • Milchprodukte (nach Belieben): Naturjoghurt oder Sahne zum Dessert.
  • Getreideprodukte (nach Belieben): Brot oder Croûtons zur Suppe.
  • Vorrat: 9 EL Olivenöl, 1,2 Liter Gemüsebrühe (oder Wasser), 2 EL Zucker (nach Belieben), Salz und Pfeffer.
  • Gewürze und Kräuter: Rosmarin, Thymian, 1 Zimtstange, 3 Gewürznelken (nach Belieben) und Muskatnuss (nach Belieben).
  • Sonstiges: Kürbiskerne (nach Belieben), Alufolie, Küchenpapier und ein Küchenthermometer, falls noch keins vorhanden ist.

Mengen: das Menü für 4, 6 oder 8 Personen anpassen

Die Mengen von Menü 1 sind für sechs Portionen berechnet. Eine allgemeingültige Grammzahl pro Person gibt es nicht: Sie hängt vom Appetit, vom Alter der Gäste und von der Zahl der Gänge ab. So passen Sie die Rezepte an:

  • Für 4 Personen: zwei Drittel jeder Zutat (zum Beispiel 650 g Kürbis und 800 ml Brühe) und ein einzelnes Hähnchen von etwa 2 kg oder zwei kleine.
  • Für 8 Personen: mit 4/3 multiplizieren (zum Beispiel 1,3 kg Kürbis und 1,6 Liter Brühe) und drei mittelgroße Hähnchen braten, wenn sie in den Ofen passen, oder zwei größere.
  • Zeiten lassen sich nicht multiplizieren: Ein größeres Hähnchen braucht länger, aber nicht doppelt so lange; die Tabelle von FoodSafety.gov nennt 2 Std. bis 2 Std. 15 Min. bei 177 °C für ganze Hähnchen von 2,3 bis 3,2 kg. Mehrere Formen im Ofen verlängern die Garzeit ebenfalls. Entscheiden Sie mit dem Thermometer.
  • Salz, Gewürze und Zucker: mit etwas weniger als der berechneten Menge beginnen und nach Geschmack anpassen.
  • Kochgeschirr wächst nicht mit: Bei doppelter Suppenmenge brauchen Sie vielleicht zwei Töpfe; liegt das Gemüse zu dicht, bräunt es nicht.

Allergien und Unverträglichkeiten: das Menü anpassen

Eine allergische Reaktion kann schon durch eine sehr kleine Menge eines Lebensmittels ausgelöst werden; es reicht also nicht, die Zutat beim Servieren vom Teller zu nehmen. In der Europäischen Union müssen 14 Allergengruppen gekennzeichnet werden (EFSA, Europäische Kommission): glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen und Weichtiere. Andere Länder haben andere Listen, doch für ein selbst gekochtes Menü ist dies eine gute Grundlage.

  • Rechtzeitig nachfragen: welche Lebensmittel jeder Gast nicht verträgt und ob es reicht, die Zutat wegzulassen, oder ob auch Spuren gemieden werden müssen.
  • Alle Etiketten lesen, auch die von Brühe, Gewürzmischungen, Saucen, Keksen und Brot; in der EU sind Allergene in der Zutatenliste verpackter Lebensmittel hervorgehoben.
  • Kreuzkontamination vermeiden: das allergenfreie Gericht zuerst zubereiten, mit sauberen Utensilien, Brettern und Flächen, und es abgedeckt und getrennt aufbewahren.
  • Gerichte kennzeichnen oder am Tisch erklären, was darin ist, vor allem Schalenfrüchte, Sesam, Milch und Gluten, die in mehreren dieser Menüs vorkommen.
  • Vegan heißt nicht allergenfrei: Ein Rezept ohne tierische Produkte kann Gluten, Soja, Schalenfrüchte, Erdnüsse oder Sesam enthalten.
  • Laktosefrei heißt nicht milchfrei: Laktosefreie Produkte sind weiterhin Milch und eignen sich nicht bei einer Allergie gegen Milcheiweiß.

Lebensmittelsicherheit beim Weihnachtsessen

An Weihnachten wird mehr gekocht als sonst, der Kühlschrank ist voll und das Essen steht länger auf dem Tisch. Die US-Gesundheitsbehörde CDC weist darauf hin, dass Ausbrüche von Clostridium perfringens, einem Bakterium, das sich in gekochten, bei Raumtemperatur stehenden Speisen vermehrt, im November und Dezember am häufigsten sind. Hier die Grundregeln mit der jeweiligen Quelle; nennt die Behörde Ihres Landes andere Werte, halten Sie sich an diese.

Gartemperaturen

  • Geflügel (Hähnchen, Pute, Ente), ganz oder in Teilen, und Füllungen: 74 °C (165 °F) im Inneren laut USDA; Food Standards Scotland empfiehlt 75 °C oder mehr an der dicksten Stelle.
  • Braten vom Rind, Schwein oder Lamm: 63 °C (145 °F) und mindestens 3 Minuten Ruhezeit (USDA). Ein Ragout schmort viel länger, bis das Fleisch zart ist.
  • Aufwärmen: Das USDA nennt 74 °C (165 °F) für Reste; die Katalanische Agentur für Lebensmittelsicherheit nennt mindestens 70 °C im Kern für 2 Minuten oder eine gleichwertige Kombination. Ohne Thermometer muss das Essen durch und durch dampfend heiß sein, und Suppen, Saucen und Schmorgerichte sollten aufkochen (USDA).
  • Ofentemperatur: FoodSafety.gov rät, Fleisch und Geflügel nicht unter 163 °C (325 °F) zu braten. Die Ofentemperatur sagt nichts über die Kerntemperatur aus: Messen Sie immer das Lebensmittel selbst.
  • Geflügelfüllung: Die CDC halten es für sicherer, sie separat in einer Form zu garen; steckt sie im Vogel, muss auch sie im Kern 74 °C erreichen.

Sicher auftauen

  • Im Kühlschrank bei 4 °C oder darunter: Das ist die Methode, die USDA und Food Standards Scotland empfehlen. Das Stück in einem Behälter ins unterste Fach legen, damit kein Saft auf andere Lebensmittel tropft.
  • Zeit nach Gewicht einplanen: Das USDA nennt mindestens einen Tag pro 5 Pfund (etwa 2,3 kg) bei großen Stücken wie einer Pute und einen ganzen Tag selbst für kleine Stücke. Food Standards Scotland schätzt etwa 3 Tage für eine 6 kg schwere Pute in einem Kühlschrank mit 4 °C.
  • In kaltem Wasser als schnellere Alternative: das Stück in einem dichten Beutel in kaltes Wasser legen, das alle 30 Minuten gewechselt wird, und direkt danach garen. Auch nach dem Auftauen in der Mikrowelle muss sofort gegart werden.
  • Nie auf der Arbeitsfläche, in heißem Wasser, auf dem Balkon oder in der Garage: Die äußere Schicht kann stundenlang bei Temperaturen liegen, bei denen sich Bakterien vermehren, auch wenn der Kern noch gefroren ist.
  • Wenn die Zeit nicht reicht: Laut USDA kann man Lebensmittel gefroren garen und rechnet dann mit etwa 50 % mehr Zeit; bei einem ganzen Vogel ist das Thermometer unverzichtbar.

Kreuzkontamination und Hygiene

  • Rohes Hähnchen oder rohe Pute nicht waschen: CDC und Food Standards Scotland warnen, dass das Wasser Keime im Spülbecken und auf den Flächen verteilt.
  • Ein Brett für rohes Fleisch und ein anderes für Gemüse, Brot und Lebensmittel, die nicht gegart werden.
  • Gegartes nicht auf einen Teller, ein Brett oder eine Form legen, auf dem rohes Fleisch lag, ohne sie vorher zu spülen.
  • Hände waschen, mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife, vor und nach dem Umgang mit rohem Fleisch; Utensilien und Arbeitsfläche mit heißem Spülwasser reinigen.
  • Beim Einkaufen und Lagern: rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln halten, in den Einkaufstaschen ebenso wie im Kühlschrank.

Wenn Gäste besonders empfindlich sind

Laut den CDC haben Menschen ab 65 Jahren, Kinder unter 5 Jahren, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein höheres Risiko, durch eine Lebensmittelvergiftung schwer zu erkranken. Keines der fünf Menüs in diesem Ratgeber verwendet rohe Eier oder nicht durchgegartes Fleisch; die konkrete Vorsicht betrifft den Käse in Menü 3. Sind Schwangere, ältere oder immungeschwächte Gäste dabei, nehmen Sie Feta oder Ziegenkäse aus pasteurisierter Milch: Die CDC raten diesen Gruppen von Rohmilchkäse und, sofern nicht erhitzt, von Frischkäsen wie Queso fresco oder Requesón ab. Wenn Sie weitere Gerichte ergänzen, etwa Rohwurst, rohen Fisch oder Desserts mit ungegartem Ei, beachten Sie die Empfehlungen Ihrer Gesundheitsbehörde.

Reste sicher aufbewahren und verwerten

Die Empfehlungen unterscheiden sich je nach Behörde etwas; deshalb stehen sie hier mit Quelle:

  • Innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank: So empfehlen es die CDC, Food Standards Scotland, die Katalanische Agentur für Lebensmittelsicherheit und das Gesundheitsministerium der Balearen. Warten Sie nicht, bis das Essen kalt ist.
  • Schnell abkühlen: Reste auf saubere, flache, abgedeckte Behälter verteilen; große Stücke wie ein Hähnchen oder einen Braten in kleinere Teile schneiden.
  • Wie viele Tage? Das hängt von der Behörde ab. Das Gesundheitsministerium der Balearen rät, im Kühlschrank aufzubewahren, was am nächsten Tag gegessen wird, und den Rest einzufrieren; Food Standards Scotland und die Katalanische Agentur für Lebensmittelsicherheit (bei 1 bis 4 °C im Kühlschrank) nennen höchstens 2 Tage; in den USA nennt FoodSafety.gov 3 bis 4 Tage für gegartes Fleisch und Geflügel sowie für Suppen und Eintöpfe. Das sind eigene Kriterien jeder Behörde, kein Fehler: Folgen Sie denen Ihres Landes und frieren Sie ein, was Sie in dieser Zeit nicht essen.
  • Gekochter Reis, höchstens 24 Stunden: Er kann Sporen von Bacillus cereus enthalten, die das Kochen überstehen. Food Standards Scotland rät, ihn so schnell wie möglich abzukühlen, idealerweise innerhalb einer Stunde, im Kühlschrank aufzubewahren, innerhalb von 24 Stunden zu essen und nie mehr als einmal aufzuwärmen. Das gilt für den Milchreis und für die Kürbisfüllung.
  • In kleinen Portionen einfrieren, bei −18 °C, mit Name des Gerichts, Datum und Portionszahl auf dem Behälter, wie es das Gesundheitsministerium der Balearen empfiehlt.
  • Nur aufwärmen, was gegessen wird, und nur einmal, bis es durch und durch sehr heiß ist (die Richtwerte stehen im Abschnitt zu den Gartemperaturen); bereits Aufgewärmtes nicht wieder wegstellen.

Häufige Fragen zum Weihnachtsessen

Was kann ich zu Weihnachten Einfaches kochen?

Wählen Sie ein Hauptgericht, das fast von allein gart, etwa ein Brathähnchen oder ein Ragout, und dazu eine Vorspeise und ein Dessert, die sich am Vortag zubereiten lassen. So sind Menü 1 und Menü 5 in diesem Ratgeber aufgebaut.

Wie gelingt ein günstiges Weihnachtsessen?

Legen Sie die Gästezahl fest, kochen Sie passende Portionen und bauen Sie das Menü aus Zutaten auf, die bei Ihnen meist erschwinglich sind, etwa Hülsenfrüchte, Hähnchenteile mit Knochen, Saisongemüse und Reis. Menü 2 ist ein vollständiges Beispiel; vergleichen Sie die Preise vor Ort, denn sie unterscheiden sich stark je nach Land und Jahr.

Was koche ich zu Weihnachten ohne Backofen?

Kombinieren Sie eine kalte Vorspeise, ein Hauptgericht aus Pfanne oder Topf und ein Dessert, das im Glas geschichtet wird. Menü 4 setzt das mit Fenchel-Apfel-Salat, Hähnchenoberschenkeln in Pilzsauce, Couscous und Joghurt mit Kompott um; zwei Kochstellen, eine Pfanne mit Deckel und ein Topf genügen.

Was kann man am Tag vor Weihnachten vorbereiten?

Suppen, Schmorgerichte, Kompotte, pochierte Birnen, Panna cotta, Hülsenfrüchtesalate und Vinaigrettes. Kühlen Sie alles in flachen Behältern ab, stellen Sie es innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank und erhitzen Sie warme Gerichte gründlich. Milchreis kochen Sie besser am selben Tag, weil gekochter Reis nicht länger als 24 Stunden aufbewahrt werden sollte. Besser frisch: Püree, Frittiertes und angemachte Blattsalate.

Wie viel Essen braucht man für sechs Personen?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Zur Orientierung: Das ausgearbeitete Menü in diesem Ratgeber verwendet für sechs Portionen zwei Hähnchen von etwa 1,5 kg, 1,2 kg Kartoffeln und 1 kg Kürbis für die Suppe. Passen Sie die Mengen an den Appetit Ihrer Gäste und die Zahl der Häppchen an.

Quellen